Die Polizei durchsucht die Büros von Ansaar International in Düsseldorf wegen angeblicher Terrorismusfinanzierung

Der deutsche Innenminister hat eine in Düsseldorf ansässige islamistische Gruppe verboten, weil sie angeblich Geldspenden an bestimmte Terrorgruppen in Übersee gespendet hat.

In einem Tweet am Mittwoch sagte der Sprecher des Ministeriums, Steve Alter, Ansaar International und seine Tochterorganisationen seien verboten worden, „Terrorismus weltweit mit Spenden zu finanzieren“.

Er zitierte Innenminister Horst Seehofer mit den Worten: „Wenn man den Terror bekämpfen will, muss man seine Geldquellen austrocknen.“

Die Polizei hat im Rahmen des Umzugs am Mittwochmorgen Büros in 10 verschiedenen Bundesstaaten durchsucht. Etwa die Hälfte der 90 Betroffenen hatte ihren Sitz in NRW, in dem sich das Bundesland Düsseldorf befindet.

Ansaar wurde vom deutschen Rapper und muslimischen Konvertiten Joel Kayser gegründet und gibt auf seiner Website an, dass es sich um eine Hilfsorganisation mit Schwerpunkt auf Syrien, Somalia, Palästinensischen Gebieten und Afghanistan handelt.

Es wird behauptet, Krankenhaus- und Waisenhausbauprojekte für muslimische und christliche Opfer von Boko Haram in Afrika und in der vom Krieg zerstörten syrischen Stadt Aleppo finanziert zu haben.

Die Organisation ist auch zutiefst religiös und wurde vom Innenministerium beschuldigt, „unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe eine salafistische Weltanschauung zu verbreiten und Terror auf der ganzen Welt zu finanzieren“.

Im Jahr 2019 überfiel die Polizei Büros von Ansaar sowie eine weitere gemeinnützige Organisation, WorldWide Resistance-Help, wegen des Verdachts, die palästinensische militante Gruppe Hamas zu finanzieren, die von der Europäischen Union als Terrorgruppe bezeichnet wird.

Quelle: Europnews

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