Hisbollah in Deutschland: Eine Organisation voller Fatwas, Drogen und Kriminalität

„Die Hisbollah mit all ihren Formationen ist zu einer verbotenen Terrororganisation in Deutschland geworden“, twitterte der Sprecher des deutschen Innenministeriums und enthüllte eine Entscheidung der Regierung von Angela Merkel gegen die vom Iran unterstützte libanesische Gruppierung.

Diese Entscheidung kündigt den Beginn einer neuen Phase des Krieges gegen den schiitischen Extremismus an, insbesondere da die Hisbollah als die am stärksten expandierende Miliz der Welt gilt und bereits ihre gewalttätigen, kriminellen und unmenschlichen Aktivitäten in Europa, Lateinamerika und Afrika offengelegt hat. Abgesehen vom Nahen Osten.

Kein Unterschied zwischen dem militärischen und dem politischen Flügel der Hisbollah

Die Einstufung der Hisbollah als terroristische Organisation durch die EU-Mitgliedstaaten ist ein langjähriger Kampf, der 2013 begann, als die EU den militärischen Flügel der Hisbollah trotz der Aussagen des stellvertretenden Sekretärs der Hisbollah auf ihre Terrorliste aufnahm, ohne ihren politischen Flügel. General Naim Qassem revidierte die Trennung der beiden Flügel und betonte, dass beide Teile derselben Autorität angehören.

Laut einer Studie des in Berlin ansässigen AJC Ramer Institute reicht die Präsenz der Hisbollah in Europa mindestens zwanzig Jahre zurück, als sie versuchte, durch eine Reihe ihrer libanesischen Unterstützer mit Wohnsitz in der EU Finanz-, Bank- und Handelsnetzwerke aufzubauen.

Die Studie betont, dass es unmöglich ist, einen politischen Dialog mit der Hisbollah zu führen und die Aufteilung der Gruppe in politische und militärische Flügel nicht realistisch ist. Daher ist es wichtig, die gesamte Organisation auf die Terrorliste der EU aufzunehmen.

Das Washingtoner Institut für Nahostpolitik bekräftigte in einer 2013 veröffentlichten Studie, dass die pro-iranische Organisation von einer einheitlichen Regierung geführt wird, und zitierte andere Aussagen von Naim Qassem, in denen er bestätigte, dass alle politischen sozialen und dschihadistischen Aktivitäten mit den Entscheidungen der Regierumg verbunden sind, die für parlamentarische und staatliche Aktionen sowie die Dschihad-Aktionen in ihrem Krieg gegen Israel verantwortlich ist.

Das Spiel der Drogen und der Fatwa

Die Reaktion der Bundesregierung gegen die Aktivitäten der Hisbollah beruhte nicht auf Terrorismus, Politik und Glauben der Organisation, sondern auf den Aktivitäten der Hisbollah-Netzwerke, die organisierte Verbrechen in Deutschland begehen. Eine Erklärung des deutschen Generalstaatsanwalts aus dem Jahr 2018 ergab, dass in diesem Jahr 36 Ermittlungen zu Verbrechen in Deutschland durchgeführt wurden, an denen Personen der Hisbollah beteiligt waren.

Die Gruppe stützt sich auf eine große Gruppe von Familien aus dem Südlibanon, die in den 1980er Jahren während des libanesischen Bürgerkriegs nach Deutschland ausgewandert sind. Die meisten dieser Familien ließen sich in Berlin nieder, wo etwa 250 pro-Hisbollah-Personen leben, die im Namen ihrer Terrororganisation kommerzielle, finanzielle und soziale Aktivitäten durchführen.

Der Drogenhandel ist ein wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten der Hisbollah in Deutschland durch einige loyale Familien, basierend auf der Fatwa, die 1980 von den religiösen Referenzen der Organisation herausgegeben wurde. Dies rechtfertigt den Drogenhandel damit, dass Betäubungsmittel nur an den Teufel verkauft werden – Amerika und Israel – und wenn die Organisation sie nicht mit Waffen töten könnte, könnte sie sie mit Drogen töten.

In diesem Zusammenhang bezieht sich ein Artikel der deutschen Zeitung Tagesspiegel Ende 2019 auf die Rolle der Organisation im globalen Drogenhandel durch Deutschland und zeigt den Weg der Drogenlieferungen von Südamerika nach Deutschland auf, das Geld, das mit diesem Handel verdient wurde von der Organisation in den Kauf von Waffen und die Finanzierung ihrer militärischen Operationen investiert werden.

Die Zeitung wies auch darauf hin, dass die Drogenhandelsaktivitäten in Deutschland in den letzten Jahren zusammen mit Geldwäscheaktivitäten zugenommen haben, da die Organisation die drohende Finanzkrise spürte, die durch den vom Westen auf den Iran ausgeübten wirtschaftlichen Druck verursacht wurde.

Rekrutierung und Terrorismus

Einige Berichte des AJC Ramer Institute zeigten, dass die Hisbollah den jüngsten Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland ausnutzte, wo die Organisation versuchte, kleinere Flüchtlinge, die nicht von Familienmitgliedern begleitet wurden, zu rekrutieren und sie in Hisbollah-Gemeinschaften zu locken. 2016 überwachten die deutschen Behörden die Aktivitäten von zwei Hisbollah-Mitgliedern, die an den Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge beteiligt waren.

Einem Bericht des deutschen Geheimdienstes zufolge besitzt die Organisation rund 1050 aktive Mitglieder in Deutschland, verteilt auf mehrere Bundesländer, insbesondere in der Hauptstadt Berlin und in Nordrhein-Westfalen, insbesondere in den Städten Essen, Gelsenkirchen und Duisburg Die libanesischen Mafias sind neben Hamburg und Bremen stark vertreten. Die Organisation betreibt 30 Moscheen und religiöse Vereinigungen, in denen regelmäßig Treffen von Hisbollah-Agenten stattfinden.

Die Bundeskulturministerin Monika Gruetters hat die Kandidatur des Refugee Club Association – in dem Hisbollah-Mitglieder arbeiten – für einen Sonderpreis für Kulturprojekte mit Flüchtlingen abgesagt, nachdem einige Fotos Mitglieder des Vereins zeigten, die an Demonstrationen für die Hisbollah teilnahmen. Offizielle Informationen bestätigen, dass der Refugee Club Association einen Zuschuss von 100 Millionen Euro aus dem Fonds eines Kulturbildungsprojekts in Berlin beantragt hatte. Der Antrag wurde von der deutschen Verwaltung abgelehnt, da Mitglieder des Vereins Verbindungen zur Hisbollah haben.

Alle Veröffentlichungsrechte und Urheberrechte sind dem MENA Forschungs- und Studienzentrum vorbehalten